{"id":51,"date":"2013-12-17T14:12:11","date_gmt":"2013-12-17T12:12:11","guid":{"rendered":"http:\/\/jazzagent.de\/blogbuch\/?p=51"},"modified":"2014-01-07T19:15:17","modified_gmt":"2014-01-07T17:15:17","slug":"mit-kaethe-kollwitz-in-spelunken","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.blogbuch-oldenburg.de\/?p=51","title":{"rendered":"Mit K\u00e4the Kollwitz in Spelunken"},"content":{"rendered":"<div>\n<p>geschrieben am 22.11.2012<\/p>\n<div>Ich war f\u00fcr ein paar Tage in Paris. Wenn man die Internetsuchmaschine (was f\u00fcr ein altmodisches Wort f\u00fcr eine neumodische Handlung) mit der franz\u00f6sischen Hauptstadt und Oldenburg f\u00fcttert, gelangt man zu einer interessanten Frau: Ida Gerhardi. (Allerdings funktioniert diese Methode leider nicht immer, sondern eher selten.) Zugegeben: Diesen Namen hatte ich noch nie geh\u00f6rt. Aber das Prinzenpalais in Oldenburg zeigt eine <a title=\"Ausstellung dieser vergessenen K\u00fcnstlerin\" href=\"http:\/\/www.landesmuseum-oldenburg.niedersachsen.de\/portal\/live.php?navigation_id=31493&amp;article_id=106379&amp;_psmand=184\" target=\"_blank\">Ausstellung dieser vergessenen K\u00fcnstlerin<\/a>. \u201eDie westf\u00e4lische Malerin Ida Gerhardi (1862-1927) ist eine weitgehend vergessene Pionierin der Moderne. Im Jahr 1891 ging sie nach Paris, um an der privaten Acad\u00e9mie Colarossi Kunst zu studieren. Als Frau hatte sie in Deutschland diese M\u00f6glichkeit nicht, denn wegen der Pflicht des Aktzeichnens waren Frauen an den Kunstakademien im Deutschen Kaiserreich nicht zugelassen.\u201c<\/div>\n<div><\/div>\n<div>\n<p>Stattdessen ging Gerhardi also nach Paris. Dort lernte sie, wie Kia Vahland in der heutigen S\u00fcddeutschen Zeitung (zum Gl\u00fcck gibt es ja noch Zeitungen, die am Morgen im Briefkasten liegen!) schreibt, K\u00e4the Kollwitz kennen: \u201eIda Gerhardi handelte aus Neugierde statt aus Moral, als sie sich mit Nickelbrille, Farbkasten und ihrer Kumpanin K\u00e4the Kollwitz Nacht f\u00fcr Nacht in Pariser Spelunken herumtrieb und mit den Kokotten bald so vertraut war, dass diese beim R\u00f6cke schwingen ihre Handtaschen der Malerin anvertrauten.\u201c<\/p>\n<p>Ich kann mir K\u00e4the Kollwitz nicht so richtig Pariser Spelunken vorstellen. Aber so pr\u00e4gt die Kunstgeschichtsschreibung eben auch r\u00fcckwirkend ein Bild. Bis zum 30. Dezember kann man die Tanzbilder, Portraits und Landschaftsbilder von Ida Gerhardi in Oldenburg bewundern. Und keine Spur vom angeblichen \u201eWasserleichenton\u201c, den ihr die damalige Kunstkritik vorgeworfen haben soll. Aber warum wurde Ida Gerhardi vergessen? Daf\u00fcr hat Kia Vahland in der heutigen SZ eine sehr lustige Erkl\u00e4rung: Der Avantgardist muss ja immer irgendwie ein Rotzbengel sein, ein dadaistischer Traditionszertr\u00fcmmerer, ein expressionistischer Exzessiver, und dann, nach dem Zweiten Weltkrieg, ein Pinselschwinger, der zwischen Farb- und Samenerguss nicht unterscheiden will. Muss er wirklich \u2013 oder waren blo\u00df f\u00fcr lange Zeit die Alternativen nicht sichtbar genug?<\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>geschrieben am 22.11.2012 Ich war f\u00fcr ein paar Tage in Paris. Wenn man die Internetsuchmaschine (was f\u00fcr ein altmodisches Wort f\u00fcr eine neumodische Handlung) mit der franz\u00f6sischen Hauptstadt und Oldenburg f\u00fcttert, gelangt man zu einer interessanten Frau: Ida Gerhardi. 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