BLogbuch OLdenburg

Mit dem BLogbuch OLdenburg entwickelte das Literaturbüro Oldenburg 2011 eine zeitgemäße Entsprechung des literarischen Stadtschreibertums und eine neue Form der Schriftstellerförderung. Es wird im Internet geschrieben. Als Logbuch. Als Blog. Als BLogbuch. Auf eine Residenzpflicht wird dabei bewusst verzichtet.

Als bundesweit erster Virtueller Stadtschreiber füllte Tilman Rammstedt von Juli bis Dezember 2011 das literarische Internetformat mit Inhalt. Seine originellen Prosaminiaturen erreichten eine große Leserschaft.

Das zweite Stipendium für das BLogbuch OLdenburg erhielt 2012 der Schriftsteller Gregor Sander. Er blickte aus der Ferne auf Oldenburg und ließ sich durch Informationen, die ihm medial vermittelt wurden, zu seinen Beiträgen für das BLogbuch anregen.

Der Schriftsteller Finn-Ole Heinrich schlug 2014 einen anderen Weg ein. Er schrieb öffentlich an einem fiktiven Prosatext, der sich über den Zeitraum seines Stipendiums von Woche zu Woche weiter entwickelte.

Sabrina Janesch entwarf 2015 als Stipendiatin ein fiktives Oldenburg, dessen Profil sich nach und nach aus den mündlich überlieferten Geschichten und Märchen ergab, die sich die Bewohner eines abseits gelegenen Andendorfes erzählten. Vor etlichen Generationen musste dort ein Oldenburger Kaufmann während heftiger Schneestürme für Monate Quartier beziehen. Reale historische Bezüge verankern die Oldenburg-Fiktion in der Stadtgeschichte.